SV RHEINBREITBACH - Wir.Leben.Fußball
Geschäftszeiten: Mo. 18-19 Uhr / Sa. 10-13 Uhr / Tel: 02224 9892828

Mitgliederbrief: Sportpark Unkel vor Nutzung durch SVR

Trainer Andre durfte den Platz mit seinem Frauenteam als erstes antesten. (Bildausschnitt: stiftung-jsi.de)

Liebe Mitglieder,

wer in den letzten Wochen in Unkel am Sportplatz vorbeigekommen ist, hat gesehen – es hat sich etwas getan! Wo in den letzten Jahren vor allem ein wucherndes grün-braunes Gestrüpp dominierte, leuchtet jetzt ein neuer Kunstrasenplatz in saftigem Grün. Mit anderen Worten: der Sportplatz Unkel ist fertig und bespielbar!

Die Premieren-Einheit konnte vor zwei Wochen von unserer Damen-Mannschaft absolviert werden – man war zufrieden!

Das ist für die gesamte Verbandsgemeinde und vor allem die Sportgemeinde in der VG ein echter Meilenstein und ein wichtiger Schritt in die Zukunft. In Unkel kann endlich wieder Sport im Sportpark gemacht werden. Dabei geht es ja nicht nur um die Fußballvereine, die dort spielen, sondern vor allem auch um die Schulen, die endlich wieder anständigen Unterricht dort machen können.

Wie zuletzt im General Anzeiger und anderen Medien zu lesen war, hat man dort etwas in Deutschland wohl Einmaliges geschaffen: eine Stiftung (https://www.stiftung-jsi.de/), gegründet und gesteuert aus der Bürgerschaft einer Verbandsgemeinde, errichtet einen Sportplatz, weil den umliegenden Vereinen die Mittel dafür fehlen, und stellt diesen Platz dann den Vereinen zur Verfügung.

Das ist, wie wir finden, ein klasse Ansatz – und einer bei dem wir uns durchaus vorstellen können, dass er Nachfolgeprojekte findet. Vor allem aber ist die Errichtung dieses neuen Sportplatzes ein Zeugnis des absoluten Willens der Verantwortlichen der Stiftung. Sie haben sich in einem Maße, wie es ein „normales“ Ehrenamt deutlich übersteigt, unermüdlich für die Idee eingesetzt und in unzähligen Gesprächen und Diskussionen solange für Unterstützer geworben, bis die Finanzierung gesichert war.

Daher möchten wir, bevor wir zum eigentlichen Kern unseres Briefes kommen, erstmal DANKE
sagen!
DANKE an den Stiftungsvorstand!
DANKE an den Stfitungsrat!
DANKE an alle Personen, die sich hier in den letzten Monaten immer wieder uneigennützig
eingebracht haben!

Wir sind sehr gespannt, was die Stiftung in den nächsten Monaten und Jahren noch alles auf die Beine stellen wird – auch in dem anderen Bereich des Stiftungszwecks. Ein erstes Zeugnis der Leistungsfähigkeit ist auf jeden Fall für alle deutlich sichtbar entstanden! In diesem Brief möchten wir Euch, die Mitglieder des SVR, nun aber über den aktuellen Sachstand informieren und erläutern, wie es weitergeht.

Wie bereits bekannt, haben wir uns als SVR in der Stiftung engagiert und das Vorhaben aus voller Kraft unterstützt – sowohl durch Übernahme von Aufgaben in der Stiftung als auch durch finanzielle Unterstützung des Umbaus vom Hybridrasenplatz zum Kunstrasenplatz und durch Beteiligung in der Stiftung selbst. Daher gehört der SVR nun zu den Vereinen, die den neuen Sportpark in Unkel (samt Minispielfeld und Leichtathletikanlagen) nutzen können.

Wir haben in den letzten Wochen einen Nutzungsvertrag mit der Stiftung geschlossen, der vorsieht, dass wir zukünftig den Sportpark samt aller Anlagen an zwei kompletten Tagen nutzen können.

Richtig losgehen wird es sicherlich erst in der neuen Spielzeit nach den Sommerferien, aber die Möglichkeit zur Nutzung besteht per sofort und wird auch schon in Anspruch genommen. Diese Möglichkeit versetzt uns in die Lage, unseren eigenen Sportplatz, der durch die Anzahl unserer Mannschaften stark frequentiert ist, zu entlasten. Situationen, in denen bis zu 4 Jugendmannschaften sich einen Platz teilen müssen, sollten der Vergangenheit angehören.

Auch unseren SeniorInnen-Mannschaften können wir nun die Möglichkeit bieten, auch mal auf dem ganzen Platz zu trainieren – eine Selbstverständlichkeit, die bei uns in den letzten Jahren zum Luxusgut wurde. Wir werden den Platz in Unkel vor allem auch nutzen, um bei kurzfristigen Ansetzungen und Verlegungen handlungsfähig zu sein.

Dabei ist klar: der Platz in Rheinbreitbach ist und bleibt unsere Heimat, wo wir unsere Heimspiele austragen wollen. Ausweichmöglichkeiten zu haben, hat dabei aber noch niemandem geschadet. Diese tolle neue Möglichkeit gibt uns mit Blick auf die kommenden Wochen operative Hausaufgaben.

Ja, der Platz in Unkel ist knapp 4 Kilometer entfernt. Uns ist klar, dass wir uns hier Modelle überlegen müssen, wer wann wie in Unkel trainiert und wie wir Mannschaften und Material transportieren können. Hierfür werden wir aber sehr sicher Lösungen finden, so dass diese 4 Kilometer kein Hindernis darstellen werden.

An dieser Stelle sei daran erinnert: als wir unseren eigenen Platz in einen Kunstrasenplatz umbauten, durften wir auf den Unkeler Platz (und auch andere ausweichen) – das haben wir damals hinbekommen, und das werden wir auch diesmal schaffen.

In dem General-Anzeiger-Artikel wurde – wie auch im oberen Abschnitt hier – auf das Betriebsmodell des Platzes in Unkel hingewiesen. Die Stiftung ist der Betreiber des Sportparks und stellt diesen den Vereinen und Privaten entgeltlich zur Verfügung. Dabei verfolgt die Stiftung keine Gewinnerzielungsabsicht, sondern bedient schlichtweg die Finanzierungs- und Betriebskosten der Anlage. Das bedeutet konkret, dass wir als Verein, wie jeder andere Verein auch, für jede Nutzungsstunde einen vereinbarten Betrag an die Stiftung bezahlen.

Für die Erbringung dieses Betrags ist der SVR sehr gut aufgestellt. Wir haben, wie bekannt, vor
nicht allzu langer Zeit die Mitgliedsbeiträge im Vorgriff auf Projekte mit Augenmaß erhöht –
unter anderem aus diesem Topf werden wir jetzt die Nutzungsbeiträge bzw. Betriebskostenerstattungen stemmen können. Auch verfügen wir über ausreichende finanzielle Rücklagen, um dies leisten zu können.

Zusätzlich wird uns die Ortsgemeinde Rheinbreitbach dabei unterstützen und uns jährlich über die nächsten 5 Jahre einen fixen Betrag zur Verfügung zu stellen. An dieser Stelle möchten wir uns daher auch in aller Form bei der Ortsgemeinde, stellvertretend Ortsbürgermeister Roland Thelen und den Fraktionsvorsitzenden im Ortsgemeinderat, bedanken!

Wir haben in der Sache kontrovers und lang diskutiert, waren nicht immer einer Meinung – aber am Ende tut die Gemeinde das, was sie im Grundsatz immer tut: sie steht an der Seite des SVR und unterstüzt unsere Vorhaben.

Das tut die Gemeinde nicht nur mit dieser zusätzlichen Zuwendung an dieser Stelle, sondern auch konstant bei unserem eigenen Platz und der Hans-Dahmen-Halle, die für unseren Verein zentral ist. Daher auch hier: DANKE an die Verantwortlichen.

Mit diesem Schreiben möchten wir Ihnen einen kurzen Einblick in den aktuellen Stand geben. Sollten noch Fragen offen sein, stehen wir gerne für Rückfragen zur Verfügung.

Sportliche Grüße
Nicole Weinberg, 1. Vorsitzende
Marius Adenauer, 2. Vorsitzender

Foto-Ausschnitt: Stiftung für Jugend, Sport und Integration, stiftung-jsi.de