SVR D3 verliert knapp und wird vom Gastgeber mit Eis getröstet
Am 23. Mai 2026 stand für die SVR D3 das vorletzte Saisonspiel auf dem Programm. Bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad auf dem Platz trat sie beim TuS Montabaur an. Die am Ende völlig ausgelaugten Jungs verloren mit 2:3. Die Gastgeber zeigten sich dabei von ihrer besten Seite und spendeten nicht nur eimerweise Wasser zur Abkühlung, sondern verteilten nach Abpfiff noch leckeres Eis. Auch wenn die Niederlage schmerzte (die Jungs hätten sicherlich lieber die Punkte als das Eis mitgenommen): Nirgendwo wurden wir in dieser Saison freundlicher willkommen geheißen – ein großes Dankeschön geht nach Montabaur!
Am Pfingstwochenende fehlten der D3 urlaubsbedingt gleich drei Stammspieler. So musste die Mannschaft umgestellt werden: Jakob R. spielte als der laufstärkste Spieler erstmals im zentralen Mittelfeld und für ihn rückte Tim aus dem Sturm ins linke Mittelfeld. Auf der linken Abwehrposition musste Oke verteidigen (was ihm allerdings egal war, er kann – wie schon oft unter Beweis gestellt – links wie rechts…), während Berat neben Emil auf die rechte Defensivseite ging. Im rechten Mittelfeld durfte Aras von Beginn an ran. Unverändert war nur der Sturm mit Alaattin und Enmanuel besetzt.
Das Spiel – geleitet von Friedhelm Lindner (TuS Hilgert, vielen Dank für den Einsatz!) – nahm nur langsam Fahrt auf. Man merkte den Jungs an, dass sie so noch nie zusammengespielt hatten. Da auch der Gastgeber sichtlich bemüht war, in der Gluthitze nicht gleich alle Körner zu verpulvern, entwickelte sich ein eher vorsichtiges Abtasten.
Der erste Fernschuss auf das von Carl gehütete Tor war dann jedoch gleich gefährlich. Carl musste abtauchen und lenkte den Ball gerade noch zur Ecke. Auf der Gegenseite zeigte der Montabaur Torhüter, dass er ebenfalls sein Handwerk versteht: Zunächst prüfte ihn Tim mit einem wunderbaren Distanzschuss, der unter der Latte einschlagen wäre, wenn der Keeper von Montabaur ihn nicht mit den Fingerspitzen noch an die Latte gelenkt hätte. Etwas später klärte er dann gegen Alaattin ebenfalls mit einer guten Parade noch zur Ecke.
Nach 15 Minuten gewährte der Schiri dann den Mannschaften eine wichtige Trinkpause. Etwas aus dem Nichts heraus ging der Gastgeber dann in der 21. Minute in Führung. Einen Ballverlust im Mittelfeld bestrafte er mit einem schnellen Pass in die Spitze. Gegen den anschließenden Flachschuss ins rechte untere Eck war Carl machtlos und plötzlich hieß es 1:0 für Montabaur. Zuvor hatte die Defensive sehr wenig zugelassen. Vor allem am – trotz der Hitze sehr lauffreudigen – Berat prallten viele gegnerische Angriffsversuche ab. Er schaltete sich nach eroberten Bällen mit guter Spielübersicht in die Offensive ein und unterstütze auf diese Weise immer wieder Jakob R. Emil im Zentrum war wie gewohnt sehr aufmerksam, rückte bei Bedarf raus und klärte so einige Male als „außerplanmäßiger Sechser“ vor seiner Abwehrkette. Dabei wusste er Oke stets hinter sich, der ebenfalls gewohnt zuverlässig agierte. Dass der Gegentreffer durch einen Konter fiel, wo die Abwehr aufgerückt und etwas unsortiert war, war daher sehr unglücklich. Einen anderen Weg hätte es in dieser Phase für den Gastgeber wohl auch nicht gegeben. Pech, dass auch Kontertore zählen…
Für die SVR D3 war dies jedoch nur der Startschuss für einen sehr engagierten und konzentrierten Zwischenspurt: Sie ließ nun gekonnt Ball und Gegner laufen und schon vier Minuten später passte Jakob R. in die Spitze, wo Enmanuel mit einem präzisen Schuss nach schönem Zuspiel von Alaattin zum 1:1 ausglich (25. Minute). Dies war die beste Phase im Spiel für unsere Jungs. Das ganze Team lief nun den berühmten Meter mehr und alle Spieler waren auch gedanklich im Match angekommen. Jakob R. schloss immer wieder laufstark Räume und war offensiv wie defensiv sehr präsent (wir müssen ihm nur noch verraten, dass neben seinem linken Fuß auch noch ein rechter gewachsen ist…) und selbst Abwehrrecke Oke kam nach einem Abpraller zu einem Abschluss.
Nachdem der fleißige Alaattin in zwei Situationen kein Schussglück hatte, kam der große Auftritt von Aras: Zuvor hatte es zwar etwas gedauert, bis er sich im Spiel zurechtfand, wurde dann aber immer mutiger und giftiger in den Zweikämpfen (was Berat hinten die Arbeit erleichterte und ihm Freiheiten nach vorne erlaubte). Er tankte sich nach einem Zuspiel von Jakob R. auf der rechten Seite durch, setzte sich im Dribbling gleich gegen zwei Gegenspieler durch und traf schließlich aus sehr spitzem Winkel sehenswert mit seinem starken linken Fuß ins lange Eck zum 1:2 (30. Minute). Ein toller Treffer des Willens!
Nach drei Nachspielminuten ging es dann in die ersehnte Pause, in der es durch das vom aufmerksamen Gastgeber bereitgestellte Wasser eine dringend benötigte Abkühlung gab.
Ohne Wechsel begann die SVR D3 die zweite Hälfte. Die zusätzlichen fünf Minuten Pause hatte dem Gastgeber offenbar wieder mehr Schwung und zusätzliche Energie gegeben. Die Nummer 11 von Montabaur wurde am Sechszehner gut freigespielt und wie schon bei seinem Tor in der ersten Halbzeit war Carl beim 2:2 (32. Minute) erneut ohne Abwehrmöglichkeit. Ein schneller Treffer, der Wirkung zeigte: Während die Heimmannschaft merklich zuversichtlicher agierte und leichtere Beine bekam, wurden die Schritte unserer Jungs in der Hitze auf dem Platz ohne jeden Schatten schwerer. Es taten sich immer häufiger Lücken auf und Montabaur kam mehrfach aus aussichtsreichen Positionen zu guten Abschlüssen. Carl war in dieser Phase der wichtige Rückhalt seiner Mannschaft und klärte ein ums andere Mal auch Bälle, die man nicht unbedingt halten musste. Im direkten Duell mit einem gegnerischen Spieler ist er ohnehin eine „Bank“ (heute erneut in zwei Situationen). Aber auch bei Fernschüssen wurde das Spielgerät sicher weggefangen und bei Abschlägen zeigte er sich heute deutlich verbessert und verdiente sich nach dem Spiel ein Extralob der Trainerin vom TuS Montabaur.
Kurz vor zweiten Trinkpause war dann aber auch Carl wieder machtlos. Eine der vielen Chancen nutzten die Montabaurer Jungs zur erneuten – und nach dem Spielverlauf in der zweiten Halbzeit durchaus verdienten – Führung (3:2, 42. Minute).
Noah – in der Rückrunde vom Keeper zum Stürmer „mutiert“ – ersetzte in der Folge den ausgepowerten Enmanuel (42. Minute) und sorgte umgehend für neuen Schwung nach vorn. Tatsächlich versuchte die Mannschaft dann nach der zweiten Trinkpause noch einmal alles: Berat ging zunächst auf die Position von Aras ins rechte Mittelfeld, der ebenfalls völlig ausgepumpt der Hitze Tribut zollen musste. Hinten rechts rückte dafür Jakob G. ein (50. Minute), der seine Aufgabe sofort hervorragend löste. Naturgemäß wurde nun immer mehr alles nach vorne geworfen, soweit die Füße noch trugen, und es taten sich immer wieder große Räume auf, in die die Montabaur Spieler hätten einlaufen können, wenn Jakob G. nicht sehr robust und souverän seine Zweikämpfe gelöst hätte. Er ließ über seine Seite nichts mehr zu.
Schließlich kam auch noch unser jüngstes Teammitglied Mika für Alaattin (56. Minute) und sorgte noch einmal für frischen Wind im Sturm, in dem auch Berat dann seine Reise durch alle Mannschaftsteile beendete. Es ergaben sich auch noch gute Möglichkeiten durch Fernschüsse von Berat, Jakob R., Tim und Noah und zeitweise setzten sich die Jungs in der gegnerischen Hälfte noch einmal fest, auch weil Mika jedem Ball bissig nachging und dann auch eroberte. Allerdings zeigte der Torhüter der Gastgeber ebenfalls ein fehlerloses Spiel – sehr zum Leidwesen unserer Jungs.
Und die Gastgeber blieben stets gefährlich. Kapitän Emil musste viele Lücken zulaufen, blieb kurz vor Schluss mit einem Wadenkrampf liegen, hielt aber bravourös bis zum Schlusspfiff (30+6) durch.
Der ersehnte Ausgleichstreffer fiel leider nicht mehr. Die ganze Mannschaft kämpfte jedoch bis zum Schluss aufopferungsvoll und musste sich nichts vorwerfen lassen. Nun hofft sie auf einen erfolgreichen Saisonabschluss in der kommenden Woche im letzten Heimspiel.
Wir gratulieren den um ein Tor besseren Gegner TuS Montabaur, der zudem ein toller Gastgeber war!
Wir danken den Jungs, die heute für die SVR D3 spielten:
Alaattin, Aras, Berat, Carl (TW), Emil (C), Enmanuel, Jakob G., Jakob R., Mika, Noah, Oke und Tim.
Und wie immer gilt unser Dank auch den mitgereisten Eltern, die uns vor Ort toll unterstützen und die Daheimgebliebenen per Live-Ticker informierten sowie dem Textilreinigungs-Service von Tanja 😊
MG





