SVR D3 gewinnt bei Heimbach-Weis und kehrt an die Tabellenspitze zurück
Heimbach-Weis bleibt in der Platzierungsrunde für die SVR D3 ein gutes Pflaster: Am Samstag, den 25.4.2026, brachten die Jungs bei ihrem zweiten Auftritt erneut drei Punkte aus Neuwied mit nach Hause. Schon vor einigen Wochen setzten sie sich gegen Heimbach-Weis IV souverän durch und auch die dritte Mannschaft war beim 2:7 der Rheinbreitbacher chancenlos.
Die SVR D3 startete mit ungewohnter Abwehrformation, da „Mr. Zuverlässig“ Oke nicht dabei sein konnte. Berat, sonst als Stürmer mit viel Offensivdrang unterwegs, stellte sich in den Dienst der Mannschaft und rückte auf die hintere rechte Abwehrseite, wo er schon in der vergangenen Saison gute Auftritte hingelegt hatte. Zusammen mit Kapitän Emil und Mats bildeten sie die Dreierkette.
Diese wurde zu Beginn allerdings erst einmal nicht gefordert. Denn wie vor dem Spiel gefordert gingen die Jungs konzentriert zu Werke. Anton (zentral) Jakob (links) und Paul (rechts) machten sofort Druck nach vorne und suchten Alaattin (in der vergangenen Woche mit einem Traumtor) und Enmanuel in der Spitze. Und es dauerte nicht lang, da konnte Enmanuel im gegnerischen Strafraum nur noch durch ein Foul gebremst werden, so dass dem kurzfristig eingesprungenen Schiedsrichter Ian Riley nichts anderes übrigblieb, als auf den Punkt zu zeigen. Emil übernahm die Verantwortung, ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte die Kugel links unten zum 0:1. Da waren erst vier Minuten gespielt.
Und die SVR D3 spielte weiter guten Fußball. Die Bälle wurden nicht blindlings nach vorne gedroschen, sondern immer eine spielerische Lösung – zur Not auch einmal „hintenherum“ über Emil oder Torhüter Carl – gesucht. Die Ballsicherheit von Anton half dabei natürlich sehr, der dann oft Paul über rechts in die Gasse schickte oder aber direkt das Anspiel in die Spitze suchte. Paul zeigte, dass er mit seiner Geschwindigkeit immer wieder in der Lage ist, die gegnerische Abwehr zu hinterlaufen und die anschließenden Flanken sorgten ständig für große Gefahr.
Mats fand auf der linken Seite ebenfalls zunehmend besser ins Spiel und suchte gerne seinen offensiven Partner Jakob. Einer dieser Vorstöße konnte vor dem linken Strafraum wieder nur mit einem Foul gebremst werden. Berat schnappte sich den Ball, spielte aber zur Überraschung aller zunächst einen kurzen Pass auf Jakob, der den gegnerischen Abwehrspieler auf sich zog, so dass Jakob den Ball zurück zu Berat spielen konnte, der nun „blank“ vor dem Sechzehner in bester Schussposition abzog und dem gegnerischen Keeper in der 20. Minute erneut keine Chance ließ.
Wer aber nun dachte, dass die Heimmannschaft nach dem 0:2 aufstecken würde, sah sich getäuscht. Im Gegenteil: Man spürte, dass die SVR D3 nach der vermeintlich beruhigenden Führung einen Gang zurückschaltete und plötzlich aufhörte, Fußball zu spielen. Da wurden die notwendigen Wege nicht mehr zurückgelegt und die spielerische Linie ging verloren. Auch Carl bekam plötzlich etwas zu tun, war aber auf dem Posten und bugsierte einen scharfen Schuss sicher über die Latte. Die Abwehr verlor dann etwas die Übersicht, und nach einem Ballgewinn im linken Mittelfeld spielte der Gastgeber schnell diagonal auf die rechte Seite, wo plötzlich der Stürmer von Heimbach-Weis völlig allein vor Carl auftauchte. Gegen dessen harten Schuss in die linke obere Ecke war kein Kraut gewachsen und so stand es nach 28. Minuten nur noch 1:2.
Zum Glück schüttelten sich die Rheinbreitbacher Jungs nur kurz und noch bevor der Schiedsrichter zur Pause bat, stellten sie den Zwei-Tore-Abstand wieder her: Enmanuel tankte sich auf der halbrechten Seite energisch durch und schloss platziert zum 1:3 ab (30. Minute). Leider stürzte er dabei etwas unglücklich auf den Rücken und konnte nicht weiterspielen. Noah ersetzte ihn daher noch vor dem Seitenwechsel.
Zum Wiederanpfiff kam dann Tim für Alaattin, dem heute das Schussglück – anders noch als gegen Heimbach-Weis IV vor einigen Wochen – nicht hold war. Er arbeitete jedoch gewohnt viel und setzte die gegnerische Abwehr immer wieder gut unter Druck.
Das neue Sturmduo machte sofort „viel Alarm“. Noah gab keinen Ball verloren und gewann Ball um Ball. Er zeigte eine eindrucksvolle Leistung und ließ die Gegner erst dann zur Ruhe kommen, wenn der Ball auch wirklich mit ganzem Umfang im Aus war. Nach einem auf diese Weise gewonnenen Zweikampf passte er klug zurück auf Paul, der aus halbrechter Position abzog – und leider am linken Innenpfosten scheiterte, von wo der Ball ins Feld zurückprallte. Diese tolle Aktion von beiden hätte ein Tor verdient gehabt!
Tim ließ sich von Noahs Elan anstecken und beide sorgten für viel, viel Druck. Durch gute Laufwege riss Tim immer wieder große Lücken in die Abwehr der Gastgeber.
Neben Noah wurde nun auch Anton immer stärker. In der 39. Minute setzte er sich zweikampfstark im Mittelfeld durch und zog kurz vor dem Strafraum einfach mal ab – und schon stand es 1:4. Und noch bevor die Gastgeber wussten, wie ihnen geschah, legte Jakob mit seinem linken Hammer nur eine Minute später zum 1:5 nach – natürlich die Entscheidung.
Paul und Mats durften im Anschluss ihren verdienten Feierabend antreten. Paul zeigte auf der rechten Seite eine starke Leistung und sorgte mit seinen Flankenläufen immer wieder für Gefahr, auch wenn seine größte Chance am Pfosten endete. Mats harmonierte mit Jakob auf der linken Seite, und ließ hinten nichts anbrennen.
Für Paul kam Aras wie gewohnt ins rechte Mittelfeld, während Murat ins zentrale Mittelfeld ging, und Anton auf die für ihn etwas ungewohnte linke Abwehrseite von Mats wechselte. Diese „Rochade“ sorgte erkennbar für etwas Verwirrung im Team und die fehlende Zuordnung führte in der 43. Minute prompt zum 2:5.
Nachdem jedoch Murat und Anton ihre Positionen wieder gewechselt hatten, fand die Mannschaft schnell wieder zurück in die Spur. Nach seinem ersten Treffer war Anton kaum noch zu halten, wirbelte über den Platz, arbeitete nach hinten und vorne zugleich. Und er wollte mehr: Nachdem er sich wieder einmal den Ball erobert hatte, ließ er einen Gegenspieler gekonnt aussteigen, legte sich den Ball kurz vor und zog aus etwa 16 Metern ab. Die Kugel schlug rechts oben im Winkel ein, prallte gegen den Innenpfosten und sprang von dort zum „Tor des Tages“ in den Kasten. Ein Mega-Treffer zum 2:6 in der 49. Minute.
Aras war anzumerken, dass auch er sich noch in die Torschützenliste eintragen wollte. Nachdem Noah mal wieder einen vermeintlich verlorenen Ball erobert hatte, passte er zu Aras, der jedoch mit seinem starken linken Fuß das Ziel knapp verfehlte.
Heimbach-Weis hatte zwischenzeitlich die linke Abwehrseite als vermeintliche Schwachstelle ausgemacht. Ihre beiden großen Spieler versuchten mehrfach, ihre körperlichen Vorteile gegen Murat auszuspielen. Aber Murat ließ sich nicht überspielen, war quirlig und bissig in den Zweikämpfen und gab keinen Ball verloren. An ihm lag es dann nicht, dass nach einer weiteren Unachtsamkeit im Gefühl des sicheren Sieges plötzlich ein gegnerischer Stürmer in zentraler Position völlig frei vor Carl auftauchte. Aber Carl macht Carl-Dinge im eins gegen eins und auch dieses Duell entschied er wieder einmal für sich.
In der 53. Minute kam Mika für Jakob, der wieder viele weite Wege gegangen war. Mika ging für die letzten Minuten in den Sturm. Und hätte Noah nicht mit allem, was er hatte, in der 56. Minute, den Ball im halb stehend, halb liegend im Getümmel mit dem gegnerischen Torwart selbst zum 2:7 über die Linie gedrückt, wäre es wohl Mika gewesen, der diesen Treffer erzielt hätte. So freute sich Noah über seinen zweiten Treffen in Heimbach-Weis, denn schon vor ein paar Wochen hatte er hier getroffen. Dies tröstete ihn auch sicherlich über die Schmerzen hinweg, die er nach dem Zweikampf verspürte, so dass für die letzten Minuten noch einmal Paul für ihn in die Partie kam.
Aufgrund der Verletzungsunterbrechung ließ der sehr gute Schiedsrichter noch vier Minuten nachspielen, bevor er die abpfiff. Die Jungs der SVR D3 freute sich anschließend zu Recht über ein – bis auf 10 Minuten kollektiver Pause in Halbzeit eins – sehr gutes Spiel, das im begleitenden Eltern-Live-Ticker begeistert kommentiert wurde mit den Worten: „Die spielen so bombastisch als Team!“ Dem ist heute nichts hinzuzufügen!
Wir bedanken uns bei folgenden Spielern der SVR D3:
Alaattin, Anton, Aras, Berat, Carl (TW), Emil (C), Enmanuel, Jakob, Mats, Mika, Murat, Noah, Paul und Tim.
Ein besonderer Dank geht an den erst vor Ort rekrutierten Schiedsrichter Ian Riley, der eine souveräne Leistung zeigte!
Herzlichen Dank auch für die tolle Unterstützung durch alle Eltern (nebst Bring- und Holservice und Live-Ticker für die Daheimgebliebenen) sowie den Textil-Reinigungs-Service von Imren – ihr seid mega!
MG



