Erfolgreicher Start in die Rückrunde
Die SVR D3 ist am 28.2.2026 mit einem 3:2-Auswärtssieg gegen die JSG Rheinbrohl III in die Rückrunde gestartet. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung, aus der Jakob als „Doppelpacker“ herausragte, gelang ein hochverdienter Sieg auf dem Kaiserberg in Linz, der noch höher hätte ausfallen können.
Nach der langen Winterpause und eingeteilt in eine neue Gruppe sollte das Spiel der D3 gegen die Rheinbrohler eine erste Standortbestimmung werden. Vom Anstoß weg übernahmen die Jungs um Kapitän Emil gleich das Spielgeschehen und waren um einen geordneten Spielaufbau bemüht. Ausgehend von gewohnten 3er-Kette, in der rechts Oke und Mats links neben Emil standen, sollte das Spiel nach vorne getragen werden. Dort stand Paul auf der für ihn ungewohnten zentralen Mittelfeldposition und ersetzte dort den erkrankten Anton. Für Paul spielte im rechten Mittelfeld Aras und links wie immer Jakob R., während Berat und Alaattin in der Spitze gleich Druck auf die Abwehr der Rheinbrohler ausüben sollten.
Der Spielplan ging schnell auf. Schon in der 9. Minute eroberte Mats in der hochstehenden Verteidigung den Ball und passte präzise zu Berat. Der fackelte nicht lange, legte sich den Ball in zentraler Position auf seinen starken rechten Fuß und hämmerte den Ball aus zehn Metern zur hochverdienten 1:0 Führung in die Maschen. Mission erfüllt!
Und nach diesem Eisbrecher wollte die Mannschaft mehr. Paul sortierte in seiner zentralen Position immer wieder das Spiel und schickte Aras und Jakob nach vorne. Alle warteten auf das schnelle 2:0. Aber wie aus dem Nichts eroberte Philipp – Pauls Pendant auf Rheinbrohler Seite – den Ball und nutzte eine kleine Lücke zu einem Distanzschuss, der aus Keeper Carls Sicht rechts oben im Winkel einschlug. Ein absoluter Sonntagsschuss am Samstag und Carl sagte später anerkennend, dies sei sein „schönster Gegentreffer“ gewesen.
Die SVR D3 war nun erkennbar etwas irritiert und das Spiel wurde ein wenig offener. Gefahr ging nun besonders von den gut von Paul von links getretenen Ecken aus, aber die Rheinbrohler verteidigten nun konzentrierter und so tat sich auf beiden Seiten vor den Toren eine Zeit lang nicht mehr sehr viel. Hier und da gab es allerdings gelungene Spielzüge in Richtung gegnerischer Strafraum, aber erst kurz vor der Halbzeit deutete Jakob an, dass das heute sein Tag werden würde, als er sich der „Marathon-Mann“ auf der rechten (!) Seite gut durchsetzte, aber mit seinem Abschluss nur den linken Außenpfosten traf.
In der Halbzeitpause wurde in der Kabine noch einmal an die sehr gute Anfangsphase erinnert, woran die Mannschaft wieder anknüpfen sollte. Zum Wiederanpfiff ersetzte Enmanuel den sehr emsigen Alaattin, der seine Aufgabe, gleich Druck auf die Rheinbrohler Abwehr fleißig und laufstark gelöst hatte. Außerdem wurde der noch offensivere Tim für Aras eingewechselt, der in der ersten Halbzeit viele Defensivaufgaben zuverlässig gelöst hatte und auch einen Torabschluss auf der Habenseite verzeichnen konnte.
Tim machte gleich deutlich, dass er viel Druck nach vorne ausüben wollte und sich dabei auch für die eine oder andere Grätsche nicht zu fein ist. Ein echter „Wühler“. So nahm die Mannschaft den nach dem Ausgleich in der ersten Halbzeit etwas verlorenen Faden wieder auf und der Druck auf das gegnerische Tor wuchs. Enmanuel zeigte, dass er nach längerer Verletzungspause die Mannschaft wieder verstärken wird. Nicht von ungefähr legte er in der 44. Minute den Ball rüber zu Jakob, der von links in die Mitte Richtung Strafraumeck zog und die Jakob-Festspiele erster Teil beginnen ließ. Mit einem Schuss, der dem Ausgleichstreffer in seiner Schönheit in nichts nachstand, versenkte Jakob den Ball von ihm aus gesehen rechts oben im Winkel zum 2:1 und ließ sich anschließend für dieses wunderschöne Tor zu Recht feiern.
Nun begann eine Phase, in der den Jungs von der D3 fast alles gelang. Zunächst wurde Murat für den müde gelaufenen Berat eingewechselt, ging aber für Tim auf die rechte Seite, während Tim Berats Position im Sturm einnahm. Etwas später kam dann auch noch Marlon für Paul (der in der zweiten Halbzeit die gegnerische 10 vollkommen neutralisierte, was ihn aber viel Kraft kostete), rutschte auf die rechte Seite, so dass Murat die zentrale Position im Mittelfeld übernahm. Murat bewies sofort seine gute Spielübersicht und setzte seine Mitspieler immer wieder gut in Szene. Marlon hielt ihm auf der rechten Seite den Rücken frei und erstickte immer wieder mögliche Gegenangriffe im Keim.
In der Phase zwischen der 44. und 55. Minute gab es nun allerbeste Chancen fast im Minutentakt. Jakob hämmerte mit einem weiteren starken Linksschuss den Ball in die Unterkante der Latte und traf kurz später noch einmal den Pfosten – die Jakob-Festspiele zweiter Teil. Auch Mats kam zu einem gefährlichen Kopfball, der eigentlich einen Treffer wert gewesen wäre und Tim scheiterte ebenfalls am Gebälk, nachdem er sich zweikampfstark durchgesetzt hatte. In dieser Zeit hätte es eigentlich bereits 4:1 oder 5:1 stehen können.
Allerdings zeigte sich, dass die Rheinbrohler über einen Spieler mit der Nummer 13 verfügten, der immer wieder auch mit großem körperlichem Geschick versuchte, sich in Szene zu setzen. Mitten in diese Drangphase hinein hätte es plötzlich 2:2 stehen können, als er sich in zentraler Position nach einem Missverständnis in der Abwehr durchsetzen konnte und plötzlich allein vor Carl auftauchte. Aber Carl ließ sich nicht düpieren und klärte im eins gegen eins mit einem Megareflex per Fuß zur Ecke – eine Wahnsinnstat!
Und dann kam in der 55. Minute erneut Jakob, dessen linker Fuß heute den Ball mit großer Wucht in Richtung gegnerisches Tor hämmerte, als sei nichts leichter als das. Es waren die Jakob-Festspiele dritter Teil, denn auch sein zweites Tor zum 3:1 war ein wunderschöner Fernschuss, dieses Mal ins andere Eck – und das sollte es doch gewesen sein!
Aber nur eine Minute später zeigte der bereits erwähnte Rheinbrohler Spieler mit der Nummer 13, dass er sich und seine Mannschaft nicht aufgegeben hatte und setzte sich erneut stark in zentraler Position durch, ließ sich diese Möglichkeit nicht mehr nehmen und netzte zum 2:3 ein (56. Minute).
Nun begann, wie so oft in solchen Situationen, auf der einen Seite das Zittern, während die eigentlich unterlegene Mannschaft noch einmal Morgenluft witterte. Alle Spielzüge liefen nun über die Nummer 13. Kapitän Emil war immer wieder gefordert und stellte sich ihm mit enormem kämpferischem Einsatz vorbildlich entgegen. Oke – ohnehin eine echte „Kante“ in der Abwehr, zuverlässig und sicher das ganze Spiel über -, aber auch Marlon und Murat unterstützten ihren Kapitän – zwischenzeitlich mit einer Schürfwunde gezeichnet, als er sich in allerletzter Sekunde in einen Ball warf – immer wieder mustergültig.
Am Ende ließ der gute Schiedsrichter Stephan Weber aufgrund der Verletzungsunterbrechung dreieinhalb Minuten nachspielen, aber die Jungs der D3 hielten nun ihren Laden hinten absolut wasserdicht und der Sieg geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Nach dem Abpfiff war der Jubel verdientermaßen groß über einen 3:2-Auswärtssieg und einen geglückten Start in die Rückrunde!
Vielen Dank an alle (Taxi-)Eltern, die unsere Jungs vor Ort unterstützt haben, für den „Flurfunk“ von Katrin, die die Daheimgebliebenen über das Geschehen live informierte, und den Textil-Reinigungsservice von Anja.
Für die SVR D3 spielten:
Alaattin, Aras, Berat, Carl (TW), Enmanuel, Emil (C), Jakob R., Marlon, Mats, Murat, Oke, Paul, Tim
MG






