SVR D3 verliert unglücklich 1:2
Bei Dauerregen und kühlen 4 °C musste die D3 nach vier erfolgreichen Spielen gegen den FV Engers II die erste Niederlage in der Rückrunde hinnehmen. In Anlehnung an Jürgen Wegmann lässt sich die Partie kurz zusammenfassen: Zuerst hatten die Jungs kein Glück und kurz vor Ende kam auch noch Pech hinzu.
Nachdem in den ersten vier Spielen der Rückrunde 10 Punkte geholt werden konnten, trat die D3 am 28.3.2026 in Engers an. Neben dem erkrankten Mannschaftskapitän Emil fehlten mit Paul, Anton, Enmanuel, Tim und Noah gleich sechs Spieler aus dem Stammkader ebenfalls wegen Krankheit bzw. Verletzung oder des Osterurlaubs. So rückte Berat vor Keeper Carl auf die zentrale Abwehrposition und bekam mit Marlon einen linken Verteidiger an die Seite, der zum ersten Mal in der Startelf stand. Im Mittelfeld wurde Mats auf die für ihn neue 10er Position beordert und Aras bildete als rechter Mittelfeldantreiber mit Oke eine starke rechte Seite, während Jakob R., heute mit der Kapitänsbinde für seine seit Wochen konstant sehr guten Leistungen belohnt, wie gewohnt das Spiel von links antreiben, aber auch Marlon in der Defensive unterstützen sollte. Neben Alaattin, zweifacher Torschütze in den letzten beiden Partien, stand Leo ebenfalls zum ersten Mal von Anfang an auf dem Platz.
Von Beginn an merkte man den Jungs das Bemühen um einen sorgfältigen Spielaufbau an. Von Carl wurden die Bälle über Oke oder Marlon nach außen gespielt, die dann immer wieder ihre Mittelfeldkollegen suchten. Aber es war auch deutlich zu sehen, dass das Zusammenspiel der neuformierten Mannschaft anfangs noch hakte und die Sicherheit fehlte. So kam zu dem kühlen Regen schon nach zwei Minuten eine weitere eine kalte Dusche, als die Abwehr noch unsortiert war und ein Spieler des Gastgebers im linken Strafraum aus kurzer Distanz frei zum Schuss kam. Carl war ohne Chance und es stand früh 0:1.
Aber die Mannschaft des SVR ließ sich nicht beirren und hielt an dem geordneten Spielaufbau fest – und wurde immer sicherer. Vor allem Oke auf der rechten Seite harmonierte mit Aras und die beiden leiteten zusammen viele Angriffe ein. Wurde die Seite dann zugestellt, war in der Mitte Mats immer anspielbar, der die Bälle klug weiterverteilte. Auch die Abwehr stand nun zunehmend sicher. Berat überzeugte wieder mit großer Ballsicherheit und sehr guter Übersicht. Seine langen Bälle fanden meist Jakob auf der linken Seite. Die Mannschaft stand nun hoch, musste aber immer wieder aufpassen, da sich der FV Engers mit seinen schnellen Spielern auf ein durchaus gefährliches Konterspiel verlegte. Marlon wurde hier alles abverlangt, der sich aber wie gewohnt nie abschütteln ließ und so manchen Ball, der schon verloren schien, dann noch klären oder sogar zurückerobern konnte. Rechts war Oke wie immer ein kantiger und unangenehmer Verteidiger und zusammen mit Aras, der sich auch nicht für defensive Arbeit zu schade war, wurde die Heimmannschaft weitgehend vom eigenen Tor ferngehalten.
Die Ecken, dieses Mal von Jakob von beiden Seiten hereingebracht, brachten auf dem nassen Platz immer wieder Gefahr und Alaattin fehlte nur ein Quäntchen Glück, als der Ball von seiner Brust an den Pfosten sprang. Auch Berat nahm sich im Anschluss an eine zu kurz geklärte Ecke ein Herz und versuchte es mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, den der gegnerische Keeper mit einer sehr guten Parade gerade noch zur Ecke klären konnte.
In der 23. Minute war es dann aber endlich so weit: Wieder konnte der Gastgeber einen Ball nicht weit genug aus der eigenen Abwehr klären und der Ball sprang zurück ins rechte Halbfeld, wo sich der nachgerückte Oke ungedeckt wiederfand. Der fackelte nicht lang und zog aus 15 Metern einfach mal ab – und traf! Der hochverdiente Ausgleich, denn die SVR D3 war zu diesem Zeitpunkt eindeutig die aktivere Mannschaft, die Oke als Überraschungstorschützen zu Recht feierte. Mit dem 1:1 ging es dann auch in die warme Kabine.
Nach dem Wechsel änderte sich das Spielgeschehen nicht: Der Begriff „kontrollierte Offensive“ passte sehr gut, denn gerade das geordnete Aufbauspiel führte zu hoher Spielkontrolle und dazu, dass sich nur eine Mannschaft um das Spiel bemühte: die SVR D3. Die Gastgeber vertrauten weiterhin auf ihre Kontertaktik und hätte damit beinahe „aus dem Nichts“ Erfolg gehabt. Ein langer Ball überspielte die Abwehr und Carl musste – wie schon einmal in der ersten Halbzeit – ins eins gegen eins. Hier zeigte er, dass er eine echte „Bank“ in solchen Situationen ist. Auch dieses Mal behielt er die Oberhand und das Unentschieden fest.
Nach 10 Minuten in der zweiten Halbzeit durfte dann auch Jakob G. auf eine für ihn völlig ungewohnte Position auf den Platz: Er kam für Leo und ging in den Sturm, um dort mit seiner körperlichen Präsenz für Unruhe zu sorgen, da die Gastgeber mittlerweile einen ziemlich kompakten Abwehrriegel aufgebaut hatten. Leo hatte sich in der ersten Halbzeit durch großes läuferisches Engagement aufgerieben, da er Mats immer wieder im Mittelfeld unterstützte und die Gegner anlief, um Druck zu machen.
Kurze Zeit später kam dann auch Murat für den ebenfalls ausgepowerten Mats auf die zentrale Mittelfeldposition. Dort hatte Mats viele Lücken zugelaufen. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide, da man den Jungs anmerkte, es unbedingt gewinnen zu wollen, aber dafür auch deutlich ins Risiko gingen. Die Gastgeber setzten nur wenige Akzente nach vorne, blieben allerdings dabei stets gefährlich. Bei ihren Kontern waren sie manches Mal nur im letzten Moment zu stoppen, wobei Marlon viele Meter zurücklegte und jedem Ball nachsprintete. Mika sollte dann in den letzten fünf Minuten noch einmal für den erschöpften Aras, der eine sehr gute Partie auf der rechten Seite ablieferte, für Schub nach vorne sorgen und Mika fügte sich gleich mit großem Engagement nahtlos ein. Die gesamte Mannschaft überzeugte durch eine geschlossene Leistung.
Doch statt eines für die SVR D3 eigentlich verdienten Siegtreffers kam nun kurz vor Schluss das Pech hinzu: Im Mittelfeld prallte der Ball unglücklich ab und plötzlich war rechts ein gegnerischer Spieler frei. Der zog davon und gegen dessen harten und platzierten Schuss zum 1:2 war Carl machtlos (56. Minute). Trotz der Mobilisierung letzter Kraftreserven gelang nun in der verbleibenden Spielzeit kein Comeback mehr und so zogen die Jungs erstmals in der Rückrunde den Kürzeren. Tatsächlich: Erst hatten sie kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu…
Nun folgt die Osterpause und danach geht’s mit erfrischten Kräften und hoffentlich dann wieder mit allen gesunden Spielern weiter. In der Tabelle liegen vier Mannschaften mit 10 Punkten und zwei mit 9 Punkten eng beieinander und noch ist alles möglich. Die Jungs sind heiß!
Wir bedanken uns heute bei folgenden Spielern der D3:
Alaattin, Aras, Berat, Carl (TW), Jakob G., Jakob R. (C), Leo, Marlon, Mats, Mika, Murat und Oke.
… und natürlich bei allen Eltern, die uns in Engers trotz des üblen Wetters lautstark und mit warmem Pausentee unterstützt haben. Und auch für den Textilservice war dank Tanja wieder gesorgt – merci!
MG





