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Die SVR D3 siegte beim SSV Heimbach-Weis IV mit 5:1 und grüßt am 3. Spieltag verlustpunktfrei von der Tabellenspitze

Bei nasskaltem Wetter trat die D3 am 14.3.2026 zu recht früher Stunde in Heimbach-Weis an. Der Gegner hatte in der Vorwoche hoch verloren und so schien sich in den Köpfen unserer Jungs eine gewisse Sorglosigkeit breit gemacht zu haben. Da man bereits beim Aufwärmen sehen konnte, dass die gegnerischen Spieler körperlich unterlegen waren, ging die Mannschaft erkennbar nicht mit der notwendigen Konzentration zur Sache. Ganz anders jedoch der Gegner: Die kleinen, wuseligen Spieler zeigten gleich, dass sie nicht gewillt waren, die Punkte herzuschenken. Aggressiv gingen sie auf Ball und Gegner, so dass Paul, wieder im rechten Mittelfeld spielend, schon nach kurzer Spieldauer einen schmerzhaften Schlag auf die Wade erhielt. Das war möglicherweise der Grund, warum ihm im eigenen Strafraum sein Gegenspieler enteilte und er sich nur noch mit einem leichten Stoß helfen konnte. Und da körperlich kleinere Spieler im Duell mit größeren und schwereren Spielern auch leichter stürzen, endete dieses Duell mit einem – durchaus berechtigten – Strafstoß zugunsten der Gastgeber. Diese Chance ließ sich die Nummer 13 von Heimbach-Weis nicht entgehen und versenkte den Ball gegen den chancenlosen Carl im Tor zum 0:1 (3. Minute).

Heute nur per Neunmeter zu überwinden: Keeper Carl.

Überhaupt zeigte der Heimbach-Weiser Spieler mit der Rückennummer 13 immer wieder starke Finten und Antritte und war überall auf dem Platz zu finden. Mats und Oke hatten in der eigenen Abwehr öfter das Nachsehen als gewohnt, wurden aber auch nicht ausreichend unterstützt. Zum Glück stopfte Emil in dieser Phase des Spiels in der Mitte viele Lücken. Auch Heval musste auf seiner 10er Position weit mehr Defensivaufgaben lösen als vorher gedacht.

Nach nur acht Minuten musste Paul dann doch ausgewechselt werden, da die Schmerzen in der Wade nicht besser wurden. Aras ersetzte ihn auf der rechten Mittelfeldposition.

Man merkte der Mannschaft die Überraschung über den sehr engagierten und durchaus auch spielerisch überzeugenden Gegner an. Erst in der 15. Minute fasste sich Jakob, wieder im linken Mittelfeld aktiv, erstmals ein Herz und schloss aus aussichtsreicher Position ab. Sein Schuss streifte leider nur den rechten Außenpfosten. Dies war jedoch das dringend benötigte Wecksignal für die nun folgenden zehn sehr starken Minuten der SVR D3. Es war, als merkte die Mannschaft plötzlich, dass man sich viele gute Chancen erspielen kann, wenn man nur etwas mehr läuft und den Gegner bereits in deren Abwehr unter Druck setzt. Der Schalter wurde endlich umgelegt. Berat und Alaattin liefen nun im Sturm die gegnerischen Verteidiger an, die sich jetzt nicht mehr spielerisch befreien konnten, sondern sich nur noch mit unpräzisen Schlägen nach vorne zu helfen wussten, die dann von Heval, Aras und Jakob schnell abgefangen wurden. So kam in der 16. Minute dann auch erneut Jakob frei zum Schuss, der den Weg vorbei an dem gegnerischen Torwart zum 1:1 ins Netz fand.

Und so ging es gleich weiter: Der vom Anstoß nach hinten gespielte Ball wurde schnelle Beute von Alaattin, der zu Berat passte. Auch dessen Schuss ging zum 2:1 ins Tor, wobei der Ball nicht ganz unhaltbar schien – aber Tor ist Tor (17. Minute).

Durch die Einwechselung von Noah in den Sturm für Berat (20.) sollte noch mehr Unordnung im gegnerischen Strafraum produziert werden. Noah, kleiner und wendiger als Berat, der im direkten Duell mit den viel kleineren Verteidigern von Heimbach-Weis oft übervorsichtig zu Werke gehen musste, übernahm seine Aufgabe sehr gut. Von Hause aus eigentlich Torwart hatte er im Training immer wieder durch starke Abschlüsse überzeugt und durfte daher sein Glück auf der rechten Stürmerposition versuchen. Und nur vier Minuten später wurde sein läuferisches Engagement belohnt: In aussichtsreicher Position nahm er einen schönen Schuss und die Kugel schlug prompt zum 3:1 ein (24.), worüber er sich zu Recht sehr freute.


Aras hatte in dieser Phase ebenfalls gleich mehrere gute und erfolgversprechende Offensivaktionen, die er sich auch selbst im „eins zu eins“ erarbeitete. Seine beste endete leider am Innenpfosten des gegnerischen Tores. Vermutlich jeder in der Mannschaft hätte ihm das Erfolgserlebnis gegönnt.

Die Heimmannschaft wirkte zu diesem Zeitpunkt von der „Überfalltaktik“ der SVR D3 etwas überrollt, fing sich aber wieder. Nach einem Foul von Kapitän Emil – auch er musste aufgrund seiner körperlichen Überlegenheit immer wieder aufpassen, dass seine Gegenspieler nach einem Körperkontakt nicht „als gefoult“ zu Boden gingen – trat wieder der Spieler mit der Nummer 13 von Heimbach-Weis zum direkten Freistoß an. Aus gut 12 Metern halbrechte Position setzte er den Ball mit einem wuchtigen Schuss zwar über die Mauer, traf jedoch zum Glück nur die Oberkante der Latte von Carls Gehäuse.

Die 26. Minute war dann endlich „Alaattin-Zeit“. Erneut erarbeiteten sich die Jungs weit in der Hälfte des Gastgebers den Ball, der dann zu Alaattin kam. Der zauderte – wie schon einige Male zuvor – nicht lange, aber dieses Mal schlug die Kugel im gegnerischen Kasten zum 4:1 und einer beruhigenden Halbzeitführung ein. Verdienter Lohn für Alaattin, dessen großes Engagement nun endlich einmal mit „Zählbarem“ belohnt wurde!

Nach dem Seitenwechsel kam Paul zurück aufs Feld und ersetzte Alaattin im linken Sturm, dem eine wohlverdiente Pause gegönnt werden konnte. Marlon kam für Mats auf die linke Abwehrseite, ebenfalls in der Hoffnung, als kleinerer, wendigerer Spieler in den direkten Duellen weniger Fouls gepfiffen zu bekommen. Marlon war sofort im Spiel und sehr mutig, denn er war keineswegs nur auf seiner defensiven Position zu finden, sondern zog bis ins Mittelfeld und war bei den Ecken sogar rechts am gegnerischen Strafraum zu finden.

Überhaupt: die Ecken! Jakob (von rechts) und Paul (von links) sorgten durch ihre scharf getretenen Eckbälle immer wieder für höchste Gefahr. In der 37. Minute gab es dann eine ganze Eckballserie. Den letzten Eckball dieser Serie – es war der vierte oder fünfte – versenkte Paul dann direkt im gegnerischen Tor zum 5:1 – ohne Zweifel der Höhepunkt des Spiels – ein echtes Traumtor! Man merkte Paul in der Folge an, dass ihm dieser Treffer gutgetan hatte. Immer wieder kurbelte er jetzt das Spiel an, holte sich die Bälle schon im Mittelfeld und suchte seine Abschlüsse.

5:1 mit direkter Ecke: Traumtor von Paul

Kurze Zeit später wollte Jakob es ihm gleichtun, traf jedoch ebenfalls mit einem direkt getretenen Eckball erneut nur den rechten Pfosten des Gehäuses von Heimbach-Weis. Doppeltes Alu-Pech für Jakob, auch wenn zwei direkt versenkte Ecken des Guten doch ein wenig viel gewesen wären. Dennoch: Jakob ist derzeit in toller Form: Vier Tore in drei Spielen und diverse Alu-Treffer sprechen Bände.

Murat kam in der 45. Minute und ersetzte den etwas müde gelaufenen Heval, der seine – unvorhergesehen etwas defensivere – Aufgabe zuvor sehr gut und einsatzfreudig gelöst hatte. Er stopfte oft die Löcher, die im Mittelfeld entstanden, wenn die Abwehrspieler nicht schnell genug aufrückten. Murat zeigte nach seiner Einwechselung sein gutes Spielverständnis und sehr gute spielerische Ansätze, z. B. im Doppelpass mit Aras und Noah, war sich aber auch nicht zu schade, in der Defensive auszuhelfen, wenn es mal nötig wurde.

Kurze Zeit später kam noch einmal Berat in einem Rückwechsel mit Noah zum Zuge, der nicht nur ein Tor erzielte, sondern sich durch mehrere gelungene Aktionen für weitere Offensiveinsätze empfehlen konnte. Schließlich kam mit Mika auch noch der jüngste Spieler der SVR D3 zum Einsatz und ersetzte Jakob. Auf der linken linke Seite ließen Marlon und Mika in der Folge nichts mehr anbrennen und hatten das Geschehen jederzeit im Griff.

Insgesamt schaltete die Mannschaft in der zweiten Hälfte wieder einen Gang zurück, ohne jedoch die Kontrolle über das Spielgeschehen zu verlieren. Aktionen der Heimmannschaft wurden nun sehr viel früher gestoppt und Carl verlebte im Tor einen ruhigen zweiten Durchgang.

Bis auf die furiosen zehn Minuten im ersten Durchgang, in denen aus einem 0:1 ein 4:1 gemacht wurde und den ersten 15 Minuten, als ein zu Beginn unkonzentrierter Auftritt bestraft wurde, war es insgesamt ein souveräner Arbeitssieg – aber auch solche bringen drei Punkte. Mit nunmehr 9 Punkten aus drei Spielen freut sich die SVR D3 über die erste Tabellenführung der Saison. Eine schöne Momentaufnahme!

Für die SVR D3 spielten:

Alaattin, Aras, Berat, Carl (TW), Emil (C), Heval, Jakob R., Marlon, Mats, Mika, Murat, Noah J., Oke, Paul.

Ein herzlicher Dank geht an Anjas Spieler-Großraumtaxi-Service, an alle anderen Eltern, die die SVR D3-Jungs beim ungemütlich kaltnassen Auswärtsspiel wie immer großartig unterstützt haben sowie – last but ganz sicher not least – an Jana für die übernommene Textilreinigung.

MG

Alles auf einen Blick


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