SV RHEINBREITBACH - Wir.Leben.Fußball
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AH | Starke Leistung gegen unsere 3. Mannschaft bleibt unbelohnt – 2:4 (0:1)

Bei bestem Fußballwetter mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen knapp über 20 Grad trafen wir im Rahmen der Saisonvorbereitung auf unsere 3. Mannschaft. Das Spiel war gut besucht und bot beiden Teams die Möglichkeit, wichtige Erkenntnisse für die kommenden Aufgaben zu sammeln.

Mit 14 Spielern waren wir personell ordentlich besetzt. Da wir auch den Schiedsrichter stellten, übernahm Torsten in der ersten Halbzeit die Spielleitung, während Franco das Tor hütete. Nach der Pause wurden die Rollen getauscht: Franco pfiff und Torsten rückte zwischen die Pfosten.

Aus den vergangenen Begegnungen gegen die 3. Mannschaft hatten wir die richtigen Lehren gezogen. Anstatt uns auf ein laufintensives Spiel einzulassen, wollten wir uns auf die klassischen Tugenden der Alten Herren besinnen: den Ball in den eigenen Reihen laufen lassen, den Gegner arbeiten lassen und die Räume clever nutzen. Unser Trainer Gerd entschied sich deshalb für eine 3-5-2-Grundordnung, die sich insbesondere im Mittelfeld als perfektes Mittel erwies, um die Räume eng zu machen und das Spiel zu kontrollieren.

Und genau das setzten wir von Beginn an hervorragend um.

Tatsächlich spielten wir in den ersten 45 Minuten eine der besten Halbzeiten der vergangenen Jahre. Nahezu alles funktionierte so, wie es vor dem Anpfiff besprochen worden war. Wir ließen Ball und Gegner laufen, standen defensiv sicher und erspielten uns gute Chancen. Lediglich die Chancenverwertung verhinderte eine verdiente Führung. So liefen Florian und Christian jeweils alleine auf das gegnerische Tor zu, konnten ihre Möglichkeiten jedoch nicht nutzen.

Wie so oft im Fußball wurde diese Nachlässigkeit bestraft. Die 3. Mannschaft kam in der 12. Minute zu ihrem ersten und einzigen Torschuss der ersten Halbzeit. Ein Ball aus dem Halbfeld segelte in Richtung unseres Tores und fand unglücklich den Weg über unseren Torwart hinweg ins Netz. Trotz einer spielerisch überzeugenden Leistung lagen wir plötzlich mit 0:1 zurück.

In der Halbzeitansprache überwog dennoch das Lob. Bis auf die fehlende Konsequenz vor dem gegnerischen Tor gab es kaum etwas zu kritisieren. Die Vorgabe war simpel: genauso weiterspielen.

Die 3. Mannschaft reagierte zur Pause mit einigen Wechseln und versuchte nun verstärkt, über lange Bälle auf die Außenbahnen für Gefahr zu sorgen. Doch zunächst waren wir am Zug. Kurz nach Wiederanpfiff fasste sich Olaf aus rund 15 Metern ein Herz und schloss ab. Mit freundlicher Unterstützung des gegnerischen Torwarts fand der Ball den Weg ins Netz und bescherte uns den hochverdienten Ausgleich zum 1:1.

Wenig später kam es noch besser. Ein Rückpass eines Abwehrspielers der 3. Mannschaft sollte zum eigenen Torwart gehen. Dieser befand sich jedoch auf der anderen Seite des Strafraums und konnte den Ball nicht mehr erreichen. Langsam, aber unaufhaltsam rollte der Ball ins leere Tor und plötzlich lagen wir mit 2:1 in Führung.

Leider hielt die Freude nicht lange an. Nach einer strittigen Situation im Mittelfeld war unsere Aufmerksamkeit für einen Moment nicht bei der Sache. Während wir noch über ein mögliches Foul diskutierten, spielte der Gegner schnell weiter und nutzte die Unordnung eiskalt zum 2:2-Ausgleich.

Zehn Minuten vor dem Ende folgte eine für uns unglückliche Szene. Nach einer Ecke kam ein Kopfball auf unser Tor. Torsten kam zwar noch an den Ball und veränderte die Flugbahn, doch genau dadurch landete dieser in der einzigen Lücke zwischen unseren beiden Abwehrspielern auf der Torlinie. Ein echtes Pech-Tor, das die 3. Mannschaft erneut in Führung brachte.

In den Schlussminuten warfen wir noch einmal alles nach vorne, um uns zumindest mit dem verdienten Ausgleich zu belohnen. Stattdessen wurden wir in der letzten Spielminute ausgekontert und mussten noch das 2:4 hinnehmen.

Fazit

Das Endergebnis spiegelt den Spielverlauf nur bedingt wider. Über weite Strecken zeigten wir eine richtig starke Leistung und konnten insbesondere in der ersten Halbzeit spielerisch voll überzeugen. Der größte Unterschied lag letztlich in der Chancenverwertung. Während wir mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt ließen, machte der Gegner aus seinen wenigen Chancen deutlich mehr.

Hinzu kam die größere Anzahl an Wechselmöglichkeiten auf Seiten der 3. Mannschaft. Mit jedem Wechsel kam neue Frische und Geschwindigkeit ins Spiel, was uns im Laufe der zweiten Halbzeit zunehmend vor Probleme stellte.

Trotz der Niederlage können wir auf dieser Leistung aufbauen. Wenn wir die gezeigte Spielweise und Intensität mit einer besseren Chancenverwertung kombinieren, dürfen wir optimistisch auf die kommenden Aufgaben blicken. Manchmal sagt ein Ergebnis eben nicht alles über ein Fußballspiel aus. Im übrigen haben wir aufgrund fehlender Werbepartner auf die Trinkpausen verzichtet…

Text: Christian Schäfer