SV RHEINBREITBACH - Wir.Leben.Fußball
Geschäftszeiten: Mo. 18-19 Uhr / Sa. 10-13 Uhr / Tel: 02224 9892828
Mannschaftsfoto 30.5.2026

Die SVR D3 am 30.5.2026 (neben Schiedsrichter Manuel Araujo von links nach rechts: Henri, Tim, Marlon, Noah, Jakob G., Alaattin, Enmanuel, Carl, Jakob, Emil, Berat, Mika, Aras und Murat)

SVR D3 siegt 3:1 und beendet die Rückrunde auf dem 4. Platz

Am Ende hatten sich die Jungs den Sieg redlich verdient: Dank einer sehr konzentrierten, kämpferischen und kompakten Mannschaftsleistung schlug die SVR D3 am 30.5.2026 vor heimischer Kulisse die JSG Sportfreunde Westerwald-Horressen mit 3:1. Mit 19 Punkten und einem Torverhältnis von 30:18 belegte damit die Mannschaft in der Platzierungsrunde Platz 4 und ließ nur den drei Mannschaften den Vortritt, denen man in der Rückrunde der Saison 2025/26 – zum Teil nur sehr knapp – unterlegen war. Beim Staffelsieger aus Engers verlor man bspw. nur sehr unglücklich mit 1:2.

Auch im letzten Saisonspiel fehlten einige D3-Stammspieler urlaubsbedingt. So musste die Abwehr vor Keeper Carl erneut umgebaut werden. Jakob G. – der sich schon in Montabaur nach seiner Einwechslung durch eine sehr starke Leistung empfohlen hatte – rutschte hinten rechts neben Kapitän Emil in die Mannschaft. Links vervollständigte Marlon das Abwehrtrio auf einer ebenfalls für ihn ungewohnten Position und hatte den Auftrag, rigoros und hartnäckig alles wegzuverteidigen, das sich ihm näherte.

Aufgrund der neuformierten Abwehrkette wurde Berat als defensiv orientierter Sechser vor diese Reihe beordert, um bei Bedarf aushelfen zu können. Offensiv wurde er in der taktischen „Raute“ von Alaattin ergänzt, der im offensiven Mittelfeld das Bindeglied zu Enmanuel sein sollte. Links stand wie gewohnt Jakob R. und rechts Aras, der in der Vorwoche in Montabaur sein erstes Saisontor erzielt hatte. Ganz vorne in der Spitze sollte Enmanuel für Gefahr sorgen, aber bei gegnerischem Ballbesitz auch als Erster Druck ausüben. Das taktische Manöver einer Raute hatte die Mannschaft zwar schon ein- oder zweimal in der Hinrunde gespielt, jedoch mit wenig Erfolg.

Dies war gegen die JSG Sportfreunde Westerwald-Horressen allerdings völlig anders: Von Beginn an dominierte die SVR D3 und stand dabei sehr kompakt. Marlon – körperlich nicht gerade ein Basketballspieler… (aber wer will schon Basketball spielen?!) – wurde von den Gegnern als vermeintlicher Schwachpunkt der Abwehr ausgemacht, war aber sofort sehr gut im Match und ließ nichts zu. Nada. Nothing. Niente. Giftig, quirlig und äußerst hartnäckig wurden die Gegenspieler ein ums andere Mal ihrer Bälle beraubt und konnten sich Carls Tor nicht wirklich nähern. Im Gegenteil: Nach fünf gespielten Minuten prallte ein Ball aus der gegnerischen Abwehr Berat vor die Füße, der seine Rolle schnell offensiver gestaltete, weil er merkte, dass er hinten weniger gebraucht wurde, weil Emil heute einen Sahnetag erwischt hatte, und immer wieder konsequent dazwischen ging. Berat legte sich den Ball mit ein, zwei Kontakten auf seinen starken rechten Fuß und zog aus gut 12 Metern ab. Der Ball wäre schön im Winkel eingeschlagen, wenn nicht der gegnerische Torwart noch irgendwie seine Finger an den Ball bekommen und an das Kreuzeck gelenkt hätte.

Nur zwei Minuten später versuchte es auch Alaattin nach guter Vorarbeit von Jakob R. mit einem Volley-Drehschuss aus dem Strafraum, doch sein Ball wurde noch abgefälscht und ging nur Millimeter am rechten Pfosten vorbei. Pech.

Nach dem die Sportfreunde Westerwald-Horressen merkten, dass Marlon heute den Türsteher gab („Du kommst hier nicht rein!“ oder frei nach Gandalf: „Du kommst hier nicht vorbei!!!“), versuchten sie es dann über die rechte Seite. Hier stand jedoch Jakob G. genauso sicher und robust wie schon in der Vorwoche. Alle Kopfballduelle wurden gewonnen und einige Zweikämpfe sogar technisch sehr sauber gelöst (genau, Jakob: wer will schon Basketball spielen?!?). Die Abwehr stand sehr sicher und strahlte eine große Souveränität aus, so dass Carl im Kasten so gut wie nichts zu tun bekam, außer einige zu lang geratene Abschläge des gegnerischen Keepers aufzusammeln. Das lag auch zu einem guten Teil an Alaattin, der mit Berat gut harmonierte. Immer wenn Berat seinen Offensivdrang nicht bändigen konnte und mit nach vorne ging, sorgte der sehr laufstarke Alaattin hinten für die Absicherung und war sich auch nicht zu schade, an der eigenen Eckfahne auszuhelfen, um den Ball aus der Gefahrenzone zu bugsieren.

Die zentrale Achse Emil-Berat-Alaattin-Enmanuel führte allerdings dazu, dass die Außenpositionen doch zu selten gesucht (und gefunden) wurden. Das Spiel blieb etwas zu „zentrumslastig“. Sowohl Jakob links wie auch Aras rechts hatten zwar einige gute Aktionen, wenn sie von Berat oder Alaattin „auf die Reise“ geschickt wurden. Es war vom Spielfeldrand deutlich zu sehen, dass es immer gefährlich wurde, wenn die beiden auf den Außenbahnen zu langen Sprints ansetzten. Vor allem Jakob R. überlief seinen Gegenspieler immer wieder. Leider blieben ihre Zuspiele in die Mitte bis zu diesem Zeitpunkt noch zu ungenau.

So blieb es nach 30 Minuten bei einem 0:0 zur Halbzeit. Diese wurde genutzt, um noch einmal das Augenmerk darauf zu legen, Jakob R. und Tim – der zur zweiten Halbzeit für den bis dahin guten Aras kam, um noch mehr Geschwindigkeit nach vorne zu entwickeln – mit langen Bällen anzuspielen. Die Gäste standen oft sehr hoch und das sollte nun besser genutzt werden.

So ging es dann nach dem Seitenwechsel gleich sehr zielgerichtet weiter: Nach dem Anstoß schickte Emil mit einem langen Diagonalpass Tim auf die Reise, der sich rechts gut durchsetzte. Statt dann „auf gut Glück“ in die Mitte zu flanken, passte er dann mit guter Übersicht geschickt zum nachlaufenden Berat, der aus der zweiten Reihe mit einem satten Schuss dem gegnerischen Keeper alt aussehen ließ und endlich zum hochverdienten 1:0 traf (31. Minute). Berat zeigte dabei wieder, wie gefährlich er mit seinen Schüssen für jeden Gegner ist. Er traf in der Rückrunde schon zum viertel Mal (unvergessen dabei auch sein „Viererpack“ in der Hinrunde beim Auswärtsspiel in Asbach).

Eingeleitet hatte die Aktion jedoch Emil. Überhaupt Emil: Eigentlich hätten es die Gäste heute unbedingt vermeiden müssen, den Ball ins Toraus des Gastgebers zu spielen, weil die dann folgenden, meist sehr präzisen Abstöße von Emil immer für erhebliche Gefahr sorgten. Wie in der Halbzeitpause noch einmal besprochen bediente er abwechselnd links Jakob R. und rechts Tim, die dann von den Außenpositionen in der Mitte Enmanuel in Szene setzen konnten. Enmanuel hatte sich vor der Partie kurzfristig entschieden, seine Mannschaft doch zu unterstützen, obwohl ihn noch immer eine langwierige und lästige Verletzung plagt. Es war vereinbart, dass er spielen sollte, solange ihn seine Beine trugen. Und die trugen ihn gut! Noch in der ersten Halbzeit sprintete er beispielsweise aus der eigenen Hälfte die rechte Seite entlang und holte einen lang gespielten Ball kurz vor dem Toraus und zumindest noch eine Ecke raus. Man merkte, dass er „wollte“ und vollen Einsatz zeigte.

Aber auch in der zweiten Hälfte musste sich die Gästeabwehr nun immer intensiver um Enmanuel, Jakob R. und Tim kümmern und wusste sich schließlich in einer Aktion nur noch mit einem Foul in aussichtsreicher halbrechter Position zu helfen. Tim musste kurz behandelt werden, biss aber die Zähne zusammen und konnte trotz schmerzenden Knies weiterspielten. Den anschließenden direkten Freistoß zirkelte Berat – ganz ohne Gewalt, sondern mit sehr viel Gefühl im Fuß – über die Mauer und der gegnerische Torwart hatte alle Mühe, die Kugel gerade noch so vor dem Einschlag im Winkel zu parieren.

Es sollte allerdings nicht lange bis zum 2:0 dauern: Erneut setzte sich Berat, der sich mit Alaattin stillschweigend auf einen Positionstausch von defensiv zu offensiv geeinigt zu haben schien, gut durch, kam im Strafraum zum Schuss und auch dieses Mal war für den Gästekeeper nichts zu halten (36. Minute).

In manchen Spielen der Rückrunde schaltete die SVR D3 nach einer solchen Führung im zu sicheren Gefühl des Sieges dann einen Gang zurück und wurde prompt bestraft. Ganz anders heute: Nach der Einwechslung von Noah für Enmanuel, dessen Füße nun dringend eine Pause brauchten, blieben Konzentration und Druck hoch. Noah, mit guter Physis ausgestattet, tankte sich nur kurz nach seiner Einwechslung bis zur rechten Eckfahne durch, ließ dort einen Gegenspieler aussteigen und passte scharf auf den ersten Pfosten, wo Alaattin wartete und die Kugel trocken zum 3:0 im kurzen Eck einnetzte (45. Minute). Dass Alaattin in dieser Phase so weit vorne zu finden war, zeigte seinen ganzen läuferischen Einsatz, da er zu diesem Zeitpunkt eigentlich als Staubsauger vor der Abwehr fungierte. Er durfte dann kurze Zeit später seinen wohlverdienten Feierabend einläuten und wurde in der 48. Minute durch Henri ersetzt.

Die Mannschaft blieb kompakt, wenn auch nicht mehr so druckvoll nach vorne. Man beschränkte sich jetzt zunehmend auf lange Bälle und Konterfußball. Das sorgte noch einige Male für Gefahr beim Gegner, aber der Ballbesitz der SVR D3 nahm spürbar ab. Dies versuchten die Gäste der JSG Sportfreunde Westerwald-Horressen zu nutzen, aber sie wollten immer wieder mit dem Kopf durch die Wand. Die „Wand“ war heute Marlon, der im direkten Zweikampf nicht zu knacken war. Es gab zwar Situationen, in den scheinbar einen Zweikampf zunächst verlor, aber nur, um dann immer wieder nachzusetzen und schlussendlich blieb so gut wie immer Sieger. Er zeigte heute seine beste Saisonleistung und sorgte dafür, dass die Gäste sich kaum eine Chance erspielen konnten.

Das lag natürlich auch daran, dass seine Mitspieler die Räume gut zustellten, so dass dem Gast kaum Anspielpositionen blieben. Henry übernahm von Alaattin die Sechserposition, als ob er nie woanders gespielt hätte, war ballsicher und rückte immer wieder zu Marlon, wenn sich dort freie Räume aufzutun drohten. Und falls doch einmal der Ball irgendwie von links in die Mitte kam, sorgte Emil dafür, dass spätestens dort Endstation für die JSG war. Emil zeigte eine fehlerfreie Partie, war Chef der Defensive und verlieh so Marlon und Jakob G. immer mehr Sicherheit. Eine souveräne und vorbildliche Leistung des Kapitäns und „Defensiv-Leaders“!

Marlon, der eigentlich für eine Auswechslung vorgesehen war, spielte bis zum Abpfiff durch – zu gut war seine Leistung und heute defensiv unverzichtbar. So musste kurz vor Ende Jakob G. auf der rechten Seite noch Murat weichen und auch Jakob R. durfte vorzeitig vom Platz. Für ihn kam Mika (57.), der wie immer schnell nach vorne spielte, den Bällen hinterhersprintete und hätte der Trainer nicht kurz vor Schluss gefordert, seine D3-Jungs mögen doch auch mal den besser postierten Nebenmann suchen und anspielen, hätte Mika es in bester Schussposition vielleicht doch gewagt abzuziehen und so ein Tor erzielen können. So passte er zu einem vermeintlich besser stehenden Mitspieler, der jedoch den Ball nicht sauber kontrollieren konnte. Wie man es macht…

Die Gäste versuchten bis zum Schluss alles, um einen Ehrentreffer zu erzielen, insofern konnte man ihnen nichts vorwerfen. Warum sie es dabei immer wieder über Marlons Seite versuchten, blieb allerdings ihr Geheimnis – sie hätten früher merken müssen, dass das heute kein gutes Konzept war. Kurz vor Schluss zeigte aber auch Murat, warum über seine Seite für die Gastmannschaft „nichts ging“. Resolut ging er dazwischen, wenn sich die Gäste jetzt immer mehr dem Tor unserer Jungs näherten. Technisch ohnehin stark, zeigte er, dass er auch keinen Zweikampf scheut. Sein Einsatz: Kurz und gut.

Der souveräne Schiedsrichter Manuel Araujo, der die faire Partie weitgehend laufen lassen konnte, gewährte den Gästen noch eine Nachspielzeit von zwei Minuten. Und mit der letzten Aktion und in den Schlusspfiff hinein wurden die Gäste dann noch für ihr Engagement belohnt und trafen zum 3:1 Endstand (60.+2). Ein Gegentreffer, der nicht mehr wehtat.

Am Ende der Rückrunde landete die SVR D3 mit 19 Punkten und einem Torverhältnis von 30:18 auf einem guten 4. Platz. Wir gratulieren dem FV Engers II, der sich in dieser Staffel am Ende mit 25 Punkten vor der JSG Unkel (24 Punkten) durchsetzen konnte.

(Abschlusstabelle Platzierungsrunde 3 2025/26)

Unsere 30 Rückrundentore schossen:

Unser Torschützenkönig: Jakob R.: 5 Tore

Jakob R.

2. Berat und Alaattin: je 4 Tore
3. Emil und Enmanuel: je 3 Tore

Je zwei Tore steuerten bei: Paul, Tim und Anton
Je ein Tor schossen: Henri, Heval, Oke, Noah und Aras

Wir danken den Jungs, die heute für die SVR D3 alles gegeben haben:
Alaattin, Aras, Berat, Carl (TW), Emil (C), Enmanuel, Henri, Jakob G., Jakob R., Marlon, Mika, Murat, Noah und Tim.

Und ein letztes Mal in dieser Saison geht ein großer Dank an die Budenbesetzung Marion und Michael mit Leon, an alle Eltern, die uns von den Tribünen aus unterstützt haben, dem live-Ergebnis-tickernden Armin sowie dem guten Schiri Manuel.

MG